Leistenbruch

Inguinalhernie, Hernia inguinalis

 

Der Mensch hat in der Leiste einen Kanal, der durch die Bauchmuskulatur gebildet wird. Durch diesen Kanal läuft beim Mann der Samenstrang mit den begleitenden Blutgefäßen, bei der Frau verläuft hier das Halteband der Gebärmutter, das runde Mutterband. Kommt es zu einer Schwächung der Bauchmuskulatur, erweitert sich der Kanal und es können Baucheingeweide von innen nach außen hervortreten und als Vorwölbung tastbar und sogar sichtbar werden.

 

Ein Leistenbruch kann im Laufe der Zeit an Größe zunehmen. Dies geschieht häufig bei Erhöhung des Bauchinnendruckes, wie zum Beispiel beim Husten, Niesen oder beim Pressen. Der Leistenbruch tritt oberhalb des Leistenbandes aus, er kann beim Mann bis tief in den Hodensack reichen (sogenannter Hodenbruch). Männer sind beim Leistenbruch weitaus häufiger betroffen als Frauen. Bei Frauen findet sich während der Schwangerschaft oft eine Verdickung der Begleitgefäße des runden Mutterbandes der Gebärmutter. Sie bildet sich nach der Schwangerschaft oft spontan zurück. Vorwölbungen (Hernien) bei Frauen werden meist unter dem Begriff Nuck-Hernie oder Nuck'sche Zyste beschrieben.

 

Obwohl die meisten Leistenbrüche ungefährlich sind, kann es durchaus zu einer Einklemmung der Baucheingeweide kommen.

 

Leistenbruchoperation

 

Eine Einklemmung ist nicht nur äußerst schmerzhaft, sondern stellt einen Notfall dar und muss unverzüglich operiert werden! Zur Heilung eines Leistenbruchleidens stehen verschiedene chirurgische Techniken zur Auswahl. Gemäß den Leitlinien der Deutschen und Europäischen Herniengesellschaft ist das Therapieverfahren der ersten Wahl heute der Bruchlückenverschluss mittels Netz-Implantation als offen-chirurgischer Eingriff. Dort wo Netze sind, treten in der Regel keine neuen Brüche mehr auf! Ambulante Operationen sind die Regel für einen Leistenbruch oder Hodenbruch. Üblicherweise erfolgen diese Eingriffe in einer Halbkörperbetäubung oder einer Vollnarkose durch mich in der ORTHOPARC Klinik. Ein Eingriff in ausschließlich örtlicher Betäubung ist ebenfalls möglich und erfolgt dann im Praxis-OP. Die genaue Vorgehensweise wird im Aufklärungsgespräch festgelegt.

 

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