Gerinnungstherapie

 

Als Standard in der Gerinnungstherapie (Antikoagulation) gilt die Behandlung mit einem Vitamin-K-Antagonisten (viele kennen es unter dem Begriff „Marcumar“).

 

In der Akutsituation einer Thrombose oder als Thromboseprophylaxe wurden bisher Heparinspritzen verabreicht (in der Regel „NMH“: niedermolekulares Heparin). Neuere Wirkstoffe in der Gerinnungstherapie sind die „Neuen“ oder auch „Direkten“ oralen Antikoagulatien (NOAK oder DOAK). Jeder Fall erfordert eine individuelle Entscheidung, welches Medikament wie lange verabreicht wird. Schwangere dürfen beispielsweise nur Heparinspritzen bekommen. Patienten mit einem Vorhofflimmern benötigen eine dauerhafte, also lebenslange Behandlung.

 

Anders muss bei Patienten mit einer frischen oder einer erneuten Thrombose verfahren werden. Vor manchen operativen Eingriffen ist eine Umstellung der medikamentösen Gerinnungstherapie erforderlich (sogenanntes „Bridging“). Ob ein Patient, bei dem eine angeborene Gerinnungsstörung diagnostiziert wurde, eine Gerinnungstherapie benötigt, wird wie in allen anderen Fällen individuell betrachtet. Es gibt sogenannte Standards bzw. Leitlinien, diese müssen jedoch auf jeden Fall individuell angewendet werden.

 

Dr. med. Jörg Fuchs

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